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Montag, 9. April 2012

7.4.2012 Trier - Stadtkyll

Heut stand die erste Etappe durch die Eifel an, immer entlang der Kyll bergauf. Nach einem kräftigen Frühstück ging es denn auch gleich los, zuerst wieder runter zur Mosel (das Hotel liegt auf einem Hügel). Leider war es noch kälter als am Vortrag, so dass ich von normalen Fahrradhandschuhen auf meine Snowboard-Handschuhe wechseln musste.

romantische Waldwege im Kylltal
Das erste Teilstück bewegte sich noch entlang der Mosel und war entsprechend angenehm zu fahren (mal abgesehen von den Wochenendradlern auf ihren Killer-Pedelecs). Irgendwann bog der Radweg dann links ab und von da an ging es immer rechts und links entlang der Kyll. Der Radweg ist sehr schön, leider auch sehr hügelig, da aufgrund der Enge des Tals immer wieder auf die danebenliegenden Höhen ausgewichen wird.

Einen kleinen Extra-Abstecher bietet die Burg Ramstein. Leider kaputt.


Burg Ramstein.
Die schöne Burg wurde vom bösen Francois de Bône de Crequi de Blanchefort demoliert.

so sieht der Burgturm von innen aus ... nicht mehr viel da!
An der größten Steigung der Tour war zum Glück der Radweg gesperrt und und so musste ich leider auf die bequeme und beheizte Bahn ausweichen!

Wie aus einem Horrorfilm: alles mit Efeu und Zeugs zugerankt!
Kaum war ich wieder ausgestiegen, fing es an zu schneien! Aber was erwartet man auch mitten im April! Auch in der Eifel gilt wieder: der Tourismus hat noch keine Saison, weit und breit kein geöffnetes Café oder einigermaßen ansprechend aussehendes Restaurant! Lediglich eine völlig verrauchte Bahnhofskneipe mit einigen fertigen Gestalten hatte auf. Also Zähne zusammenbeißen und ohne Essen weiter!


Die Birresborner Lindenquelle war früher mal Weltberühmt. Der Natursäuerling fließt leider nicht mehr ...
So ist das Kylltal reich geworden ...
Irgendwann war Stadtkyll in Sicht, das Ziel der heutigen Reise. Ich hatte den Ort ausgesucht, da es hier angeblich Hotels gibt. Das (vermutlich einzige) Hotel hatte auch noch ein Raucherzimmer frei. Da ich einen Mordshunger hatte, stürzte ich mich auch gleich auf die angeboteten Spezialitäten (Schnitzel für 4,90). Der Preis hatte mich schon stutzig gemacht - nicht ohne Grund, wie sich später herausstellte. Irgendwas war mit dem Essen nicht in Ordnung: am nächsten morgen hatte ich einen mordsmäßigen Durchfall!

Hier noch die Routendetails:

Als Kartenmaterial hat Bikeline Radatlas Südeifel Verwendung gefunden. Die Routenbeschreibung ist super, lediglich die Steigungsangaben in der Karte stimmen nicht mit der Realität überein, hauptsächlich deshalb weil in den Karten keine eingemalt sind. Generell hat der Weg überraschend viele Steigungen - man hatte mir einen Flussradweg versprochen - daher empfiehlt es sich, den Kylltalradweg andersrum zu fahren.
Der gerade Strich in der Karte und im Höhenprofil entspricht der Bahnfahrt entlang der gesperrten Strecke.


Trier - Stadtkyll auf einer größeren Karte anzeigen
erstellt mit GPS-Track-Analyse.NET


   
Strecke90,6 km
 Höhenmeter 1447
 Schnitt 18,1 km/h
 Dauer 5:00
 Vmax 36,0 km/h

6.4.2012 Luxemburg-Trier

Tag Eins der Dreiländer-Tour. Nachdem ich im IC gemütlich von Köln bis Luxemburg gezuckelt bin, ging es gleich noch zum Abendessen in die Innenstadt. Zum Glück ist die Stadt sehr klein und damit alles sehr fußläufig.

Das wunderschöne City Hotel, verkehrsgünstig gelegen ...


Am Morgen ging es dann los, bei erbärmlichen 4 Grad. Zum Glück hat es nicht geregnet. Da Luxemburg auch als Land sehr klein ist, habe ich nicht den kürzesten Weg nach Trier gewählt sondern bin einen kleinen Umweg über Echternach gefahren. Hier geht auch die "Piste cyclable d'Echternach" entlang, meistens auf einem alten Bahndamm und fernab der Hauptstraßen. Die ganze Strecke durch Luxemburg gestaltete sich erstaunlich hügelig, sehr unschön für die erste Tour des Jahres! Aber es sollte noch schlimmer kommen!

echter Luxus in Luxemburg: beleuchtete Fahrradtunnel!
der luxemburgische "Grand Canyon" bei Consdorf

Alte Ami-Bombe bei Consdorf

In Echternach an der luxemburgisch-deutschen Grenze gabs endlich den ersten Fluss - die Sauer - und damit endlich grade Strecke. Die ganze örtliche Infrastruktur war noch nicht auf Touristen eingestellt und es war verdammt schwierig, etwas zu Essen zu bekommen. Liegt wohl am Wetter. Nachdem ich die Sauer bis zur Mündung in die Mosel hinunter geradelt war, gabs endlich auf der anderen Seite auch ein Restaurant! Natürlich war ich der einzige Gast, etwas lustlos wurde ich dann auch bedient.

An der Mosel gings dann auch recht schnell die letzten Kilometer bis Trier, sogar bei etwas Sonnenschein. Das ruhige Hotel am Waldrand lag auch gleichzeitig am Stadtrand, was also noch einmal einen kräftigen Anstieg bedeutete! Dafür war es schön ruhig und tatsächlich mitten im Wald gelegen.

Die Porta Nigra in Trier: seit 2000 Jahren nicht mehr geputzt ...
Ja was denn nun?!?


Für Luxemburg habe ich die offizielle Luxemburger Fahrradkarte "Letzebuerger Velos-Initiativ" verwendet - über die ganzen E müssen noch Doppelpunkte :-)


Luxemburg - Trier auf einer größeren Karte anzeigen


mit GPS-Track-Analyse.NET erstellt


   
Strecke86,6 km/h
 Höhenmeter 727
 Fahrzeit 4:45
 Schnitt 18,1 km/h
 Vmax 36,2 km/h